Flußkrebs


Der Edelkrebs oder Europäische Flusskrebs (Astacus astacus) ist der größte unter den in Europa
heimischen Krebsarten. Er wird 15 bis 20 Jahre alt. Der wissenschaftliche Artname ist vom
altgriechischen Wort astakos, „Krebs“ abgeleitet.
Der Flußkrebs kann bis zu 20 cm (von Kopf- bis Schwanzspitze) groß werden und ein Gewicht von bis
zu 350 g erreichen. Am Kopf sitzen zwei Fühlerpaare, wovon eines etwa 1/3 der Länge des Körpers
hat. Das zweite Paar ist sehr kurz und nur aus der Nähe zu erkennen. Um die Augen herum befinden
sich zwei Paar hörnerähnliche Gebilde (Postorbitalleisten), die die Augen schützen. Der Flußkrebs
besitzt zwei Scheren, die zum Festhalten der Beute und zur Verteidigung dienen. Der Körper ist meist
dunkelbraun bis rotbraun, es kommen aber auch blaue Tiere vor. Der Kopf- und Rückenpanzer ist
spitz auslaufend. Scherenunterseiten und -gelenke sind rot (wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu
anderen Flusskrebsarten). Der Flußkrebs wird allgemein durch den naturfernen Gewässerbau und die
Schadstoffbelastung der Gewässer erheblich zurückgedrängt. Die stärkste Bedrohung stellt jedoch die
Krebspest, eine Pilzerkrankung, dar. Die Krebspest wurde durch die Ansiedlung amerikanischer
Flusskrebsarten (z.B. den Kamberkrebs) eingeschleppt. Diese Krebsarten übertragen die
Pilzerkrankung, im Gegensatz zum Edelkrebs sterben sie aber nur ausnahmsweise daran.