![]() Maßnahmen am Beispiel der Delme Wir möchten Ihnen gerne am Beispiel der Delme einige konkrete Maßnahmen zur Wahrnehmung der Aufgaben durch den Ochtumverband zeigen und erläutern. Dazu zählen neben den jährlich wiederkehrenden Gewässerunterhaltungs- arbeiten, wie z.B. Mahd der Gewässersohle, der Böschungen sowie Gehölzrückschnitt, insbesondere Maßnahmen der naturnahen Gewässergestaltung und des Hochwasserschutzes für die Stadt Delmenhorst. Die Delme Allgemeine Informationen zur Delme Die Delme mit ihren Talauen ist ein Vorranggebiet für Natur- und Landschaftsschutz. Auf einer Länge von rund 45 km von der Quelle in Twistringen (etwa 50 m über dem Meeresspiegel müNN) bis zur Mündung in die Ochtum (etwa 2,0 müNN) hat sie ein oberirdisches Einzugsgebiet von 247 km ². Dies entspricht der halben Fläche von Bremen. Die inzwischen fast durchgängig gute Wasserqualität der Delme ist u.a. auf die Erweiterung der Kläranlage Twistringen und die zentralisierte Abwasserreinigung in Delmenhorst zurückzuführen. Damit dieser Lebensraum auch von den heimischen Fischen genutzt werden kann, war es notwendig, die Delme biologisch durchgängig zu gestalten. Hindernisse, die die Fischfauna vom Wandern zu den Laichgebieten im Oberlauf abhalten, wurden beseitigt oder für Fische und andere Gewässerorganismen passierbar gestaltet. Insgesamt weist die Delme 31 Fischarten auf, von denen 13 nach der Niedersächsischen Roten Liste als gefährdet oder vom Aussterben bedroht eingestuft sind. Unter anderem sind dies Fluss- und Meerneunauge, Meerforelle, Lachs und Nordseeschnäpel. Gerade diese Fische benötigen neben der guten Wasserqualität für die Fortpflanzung geeignete Laichplätze. Umso wichtiger sind Bemühungen, den Fischen das Wandern zu den im Oberlauf vorhandenen oder teilweise neu angelegten Kiesbänken zu ermöglichen. Gleichzeitig ist dieser Bereich der Delme Lebensraum für den in der Region Weser-Ems stark gefährdeten Bestand der Bachmuschel (unio crassus). Gleichwohl stellt die Delme eine latente Hochwassergefahr für die Stadt Delmenhorst dar. In der Vergangenheit wurde das Stadtgebiet von Delmenhorst bereits mehrfach von Hochwässern heimgesucht. Das letzte große Hochwasser, was auch zu erheblichen materiellen Schäden im Stadtgebiet führte, lief 1998 ab. Aus diesem Grund wird unter der Trägerschaft des Ochtumverbandes zu Zeit der Hochwasserschutz an der Delme für die Stadt Delmenhorst neu beordnet. Dazu wird das sogenannte Hochwasserrückhaltebecken Delmenhorst / A 28, unmittelbar südlich vor den Toren von Delmenhorst gelegen, derzeit gebaut. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2010 anvisiert. Delme bei Horstedt ![]() Meerneunauge, 60 - 100 cm ![]() Nordseeschnäpel, 40 - 50 cm ![]() Projekte ![]() ![]() Besucher |