![]() Beschreibung des Verbandsgebietes Der Ochtumverband liegt im linksseitigen Einzugsgebiet der Weser. Sein Hauptgewässer, die Ochtum, mündet zwischen Bremen und Vegesack im Bereich der Ortslage Delmenhorst – Hasbergen in die Unterweser ein. Das Verbandsgebiet erstreckt sich von der Weser im Norden über Delmenhorst bis Twistringen und Bassum über eine Länge von 43 Km in südliche Richtung. Die mittlere Breite des Gebietes beträgt etwa 14 Km. Das Verbandsgebiet hat eine Größe von etwa 479 Km². Die Hauptgewässer sind die Ochtum, die Delme, der Dünsener Bach / Pultern und der Klosterbach / Varreler Bäke, die in süd – nördlicher Richtung fließen sowie die Welse, die aus dem Breich Ganderkesee kommend, in west – östliche Richtung fließt und nördlich von Delmenhorst in die Delme mündet. Das Verbandsgebiet des Ochtumverbandes gliedert sich im Grundsatz in zwei verschiedene Land- schaftsteile. Der südliche und mittlere Bereich ist durch die Geest bestimmt. Hier haben auch die meisten Gewässer ihren Ursprung, wobei die Höhenlangen im Bereich Twistringen und Neuenkrichen bei etwa 60 Meter über dem Meeresspiegel (müNN) liegen. Richtung Norden geht dann das Geestgebiet in das sogenannte Marschgebiet über. Ochtum, Delme, Randgraben und Varreler Bäke nehmen hier, insbesondere nördlich von Delmenhorst, am Tidegeschehen (Ebbe und Flut) des Weserstromes teil. Hier liegen auch die niedrigsten Flächen des Verbandsgebietes. Zwischen der Einmündung der Varreler Bäke in die Ochtum und der Delmemündung in die Ochtum beträgt die Geländehöhe nur noch 2,0 müNN. Linksseitig bis zur Mündung der Ochtum in die Weser reduziert sich die Geländehöhe nachmals auf 1,40 müNN. Das mittlere Geländegefälle von Süden nach Norden beträgt in den Tälern somit rd. 1,3 Promille (1,3 m Gefälle auf 1 Km Länge) und ist damit als erheblich für die norddeutsche Tiefeebene einzustufen. Die Flächen entlang der tidebeeinflussten Ochtum, Delme und Varreler Bäke werden, wenn das Ochtumsperrwerk bei Sturmfluten aus der Nordsee schließen muss, zur Aufnahme des ankommenden Oberwassers als Überschwemmungsflächen benötigt. Dabei handelt es sich um rd. 700 ha an Grünlandflächen. Diese Flächen sind bereits seit den 1970 Jahren als gesetzlich festgelegte Überschwemmungsgebiete deklariert. In diesem Teil des Verbandsgebietes befinden sich auch eine Vielzahl an wasserbaulichen Anlagen, wie z.B. Siele, Verlaate (Große Rückschlag- klappe), Schöpfwerke und Stauanlagen, die der Wasserabführung dienen. Wie oben bereits angeführt, fließen die meisten Verbandsgewässer in Süd – Nordrichtung. Insbesondere bei langanhaltenden Regen- ereignissen können die ankommenden Wassermengen nicht von Delme und Klosterbach/Varreler Bäke ohne auszuufern abgeführt werden. Aufbauend auf diese Wissen sind entlang dieser Gewässer sogenannte Überschwemmungsgebiete ausgewiesen worden, die land- und forstwirtschaftlich genutzt werden, jedoch ansonsten bestimmten Einschränkungen in der Nutzung unterliegen. Dennoch wurden, letztmalig im Jahr 1998 urbane (besiedelte) Gebiete der Stadt Delmenhorst durch Delmehochwasser und besiedelte Bereiche der Gemeinde Stuhr und der Stadt Bassum vom Hochwasser des Klosterbaches heimgesucht. Nach diesem Hochwasserereignis wurden die Hochwasserschutzplanungen für diese Bereiche forciert. Insbesondere der Hochwasserschutz für die Stadt Delmenhorst soll künftig durch ein derzeit im Bau befindlichen Hochwasserrückhaltebeckens, welches südlich der Autobahn A 28 angelegt ![]() Grafik erstellt vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz ![]() Grünbach, Nebenbach der Delme (dieser Bach ist ein Referenzgewässer gem. der Wasserrahmenrichtlinien) ![]() Delme bei Twistringen Verbandsgebiet ![]() ![]() Besucher |